Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz

Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz

Sicher durch die Betriebskontrolle der Berufsgenossenschaft

Eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz für jeden Deiner Arbeitsplätze zu erstellen, ist Pflicht für Arbeitgeber. Dazu bist Du gesetzlich verpflichtet. In diesem Artikel erfährst Du, was eine Gefährdungsbeurteilung ist und deren Gesetzesgrundlagen, sowie warum sollte man eine Gefährdungsbeurteilung erstellen.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Eine Gefährdungsbeurteilung nach § Arbeitsschutzgesetz muss es für jeden einzelnen Arbeitsplatz geben. Die Gefährdungsbeurteilung beinhaltet alle Gefährdungen, denen Mitarbeiter an einem Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Es gehören aber auch Maßnahmen dazu, die die Gefährdungen so gut es möglich ist oder auch gänzlich abstellen. Gleichzeitig enthält jede Gefährdungsbeurteilung konkrete Verantwortlichkeiten und Termine, bis wann und in welchem Umfang die Gefährdungen abzustellen sind.

Gesetzesgrundlage der Gefährdungsbeurteilung

Die gesetzliche Grundlage für die Verpflichtung zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung findest sich im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), im Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) sowie in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Letztere zielt besonders auf die Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice ab.

Mehr über die Arbeitsschutzbestimmungen sowie Gefährdungsbeurteilung Homeoffice hier

Wer muss eine Gefährdungsbeurteilung durchführen?

Jeder Unternehmer in Deutschland, der mindestens einen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeiter hat, ist gesetzlich verpflichtet, für jeden Arbeitsplatz eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung zu erstellen beziehungsweise vorzuhalten. Versäumt er die Erfüllung dieser Pflicht, kann er im Schadensfall beispielsweise bei einem Arbeitsunfall für die finanziellen Folgen auch mit seinem Privatvermögen in die Haftung genommen werden. Das GmbH-Recht schützt nicht vor dem Durchgriff auf das Privatvermögen.

Warum sollte man eine Gefährdungsbeurteilung erstellen?

Eine Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz (mehr über den § 5 ArbSchG unter diesem Link) zu erstellen beinhaltet, dass es hier konkret um die Beurteilung der Arbeitsbedingungen geht. Darin heißt es, dass sich Gefährdungen bereits aus der Einrichtung eines Arbeitsplatzes sowie aus der Gestaltung einer Arbeitsstätte ergeben können. Dabei können biologische, physikalische und chemische Faktoren eine Rolle spielen. Eine besondere Aufmerksamkeit wird hier der Auswahl, dem Einsatz und der Gestaltung von Arbeitsabläufen, Fertigungsverfahren und dem Einsatz von Arbeitsmitteln gewidmet. Speziell geht es auch um den Umgang mit Maschinen und Anlagen, Geräten sowie mit Arbeitsstoffen.

Mehr zum Thema „Gefährdungsbeurteilung“ unter diesem Artikel

Gefährdungsanalysenaktuell halten

Eine Gefährdungsbeurteilung, die bereits 10 Jahre auf dem Buckel hat, kannst Du als verantwortlicher Arbeitgeber vergessen. Sie ist schlicht veraltet und daher nicht mehr gültig oder wirksam. Im Fall einer Betriebskontrolle durch die  Berufsgenossenschaft hat sie keine entlastende Wirkung. Das bedeutet: Als Arbeitgeber riskierst Du empfindlich hohe Bußgelder, wenn Du bei der Betriebsprüfung keine aktuelle Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz vorlegen kannst. Und im Falle eines Arbeitsunfalls riskierst Du Dein Privatvermögen. Denn Du haftest mit Deinem vollen Privatvermögen für alle finanziellen Folgen dieses Arbeitsunfalls, wenn Dir Versäumnisse nachgewiesen werden.

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