Arbeitsschutzbestimmungen im Homeoffice beachten

Arbeitsschutzbestimmungen im Homeoffice beachten

Gefährdungsbeurteilung Homeoffice
Existenzgründer sollten zum Start nicht die Gefährdungsbeurteilung vergessen (Bild ©Freepik.com)

Du hast eine Firma gegründet und zwei Leute eingestellt? Damit bist du als Unternehmer persönlich für die Arbeitssicherheit und für den Gesundheitsschutz deiner Leute verantwortlich. Dazu gehört auch eine Gefährdungsbeurteilung Homeoffice wie auch für alle Arbeitsplätz im Betrieb. Wie du dich trotzdem bei Arbeitsunfällen, Berufserkrankungen und Ansteckungen deiner Mitarbeiter auf die sichere Seite bringen kannst, wird dir hier erklärt.

Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit

Nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und nach der Arbeitsstättenverordnung sowie nach weiteren Vorschriften sind Arbeitgeber in Deutschland persönlich für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes ihrer Arbeitnehmer verantwortlich. Das gilt für jeden einzelnen Arbeitsplatz , ausdrücklich auch für das Homeoffice. Deshalb bist du als Arbeitgeberin oder als Arbeitgeber gut beraten, wenn du die folgenden sieben Punkte schnell und umfassend umsetzt:

1. Bestelle schriftlich einen Betriebsarzt

2. Bestelle schriftlich eine Fachkraft für Arbeitssicherheit

3. Erstelle für eine Gefährdungsbeurteilung für alle Arbeitsplätze

4. Denke auch an die Gefährdungsbeurteilung Homeoffice

5. Erarbeite ein Hygienekonzept für jede Gefährdungsbeurteilung

6. Unterweise jeden Mitarbeiter nachweislich

7. Dokumentiere alle Maßnahmen und Unterweisungen aktuell

Du solltest auf jeden Fall beachten, dass die Gefährdungsbeurteilungen, Mitarbeiterschulungen und Hygienekonzepte regelmäßig aufgefrischt werden müssen. Mindestens einmal pro Jahr. Diese Verantwortung kannst du als Führungskraft nicht delegieren.

Gefährdungsbeurteilung im Homeoffice

Egal ob auf einer Baustelle, im Laden, im Büro oder im Homeoffice – als Arbeitgeber bist du zuerst in der Verantwortung, wenn es um die Arbeitssicherheit und um den Gesundheitsschutz deiner Mitarbeiter geht. Vor diesem Hintergrund kann ein einfacher Sturz im Homeoffice, bei dem sich dein Mitarbeiter verletzt, fatale Folgen für dich haben. Denn du haftest mit deinem Privatvermögen für alle finanziellen Folgen: Lohnfortzahlung, Hinterbliebenen-, Erwerbsminderungs- oder Berufsunfähigkeitsente, Operations-, Krankenhaus-, Reha-, Medikamenten- und Heilungskosten. Also sorge dafür das für deine Mitarbeiter im Homeoffice eine Gefährdungsbeurteilung dokumentiert ist.

Was ist ein Telearbeitsplatz?

Genau genommen sind Telearbeitsplätze fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze – im Büro des Arbeitgebers oder auch im Homeoffice. Als Arbeitgeber bist du dafür verantwortlich, dass diese Arbeitsplätze und die Arbeitsumgebung so eingerichtet werden, dass Arbeitsunfälle und Erkrankungen möglichst ausgeschlossen werden.

Homeoffice: Arbeitszeiten und Arbeitszeiterfassung

Arbeitszeiten, Arbeitspausen und die persönliche Erreichbarkeit spielen im Homeoffice eine besondere Rolle. Arbeitgeber müssen diese Arbeitsprozesse sauber organisieren und dokumentieren.

Zu dem Thema möchten wir dich gern noch auf diesen Beitrag hinweisen Sieben Schritte der Gefährdungsbeurteilung

Von überall remote arbeiten

Im Remote-Modus (Fernsteuerung) zu arbeiten, ist für fast alle Bildschirmarbeitsplätze möglich, wo es schnelles Web gibt.

Weitere Artikel