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Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin – Das sagt der Gesetzgeber:

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Motivierte, gesunde und einsatzfähige Mitarbeiter machen einen großen Teil des Kapitals in handwerklichen Betrieben aus. Allein deshalb muss es das Ziel des Unternehmensinhabers sein, für seine Angestellten zu sorgen und abzusichern, dass Gesundheit und Arbeitsfähigkeit erhalten bleiben. Unfallrisiken zu minimieren und Berufserkrankungen sowie Gesundheitsschäden auch langfristig zu vermeiden, das ist der Weg dorthin.

Im Wandel der Zeit ändern sich die Kriterien, nach denen notwendige Maßnahmen für diese Absicherung beurteilt werden. Das Durchschnittsalter innerhalb von Betriebsbelegschaften steigt stetig. Hinzu kommt ein wachsender Anteil von ungelernten Mitarbeitern, bedingt durch den Fachkräftemangel. Diese Entwicklungen werden sich voraussichtlich künftig noch deutlicher zeigen.

Natürlich entsteht aus diesen Umständen eine erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit, und natürlich erweitern sich auch die Anforderungen an die medizinische Versorgung im Betrieb. Hier kann in der Regel nur die Benennung eines Betriebs- oder Gewerbearztes das richtige Mittel sein, sowohl Vorsorge als auch Problembehandlung in den Griff zu bekommen.

Als Betriebsarzt darf nur benannt werden, wer berechtigt ist, den ärztlichen Beruf auszuüben. Auch wird eine arbeitsmedizinische Fachkunde vorausgesetzt – schließlich soll der spezifische Arbeitsplatz beurteilt und optimiert werden, um Schäden zu vermeiden. Eine solche Fachkraft ist heute in den wenigsten handwerklichen Betrieben vorhanden. Die Benennung eines externen Spezialisten bietet sich deshalb an.

Weitere Aufgaben von Betriebsärzten

  • Beratung zu Themen rund um die Erste Hilfe im Unternehmen
  • Planung und Optimierung von Betriebsanlagen, sozialen und sanitären Einrichtungen
  • Beschaffung technischer Arbeitsmittel zur Förderung gesundheitsschonender Arbeitsplätze
  • Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln, Durchsetzen der Nutzung dieser Mittel
  • Beratung in Fragen der Arbeitsphysiologie, Arbeitspsychologie und sonstiger ergonomischer sowie arbeitshygienischer Themen
  • Prüfung und Optimierung des Arbeitsrhythmus, der Arbeitszeit und Pausenregelung sowie die Mitgestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs und der Arbeitsumgebung
  • Beurteilung der Arbeitsbedingungen
  • Regelmäßiges Begehen und Prüfen von Arbeitsstätten mit Meldung festgestellter Mängel an den Arbeitgeber oder die sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen
  • Arbeitsmedizinische Beratung von Arbeitnehmern sowie die Erfassung und Analyse von Untersuchungsergebnissen
  • Analyse von arbeitsbedingten Erkrankungen und Erarbeiten von Maßnahmen zur Verhütung dieser Erkrankungen

Gesetzliche Anforderung an den Arbeitgeber laut Arbeitssicherheitsgesetz

Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit

§ 2 Bestellung von Betriebsärzten

Der Arbeitgeber hat die Aufgabe, Betriebsärzte schriftlich zu bestellen und ihnen die in § 3 genannten Aufgaben zu übertragen, soweit dies hinsichtlich der Betriebsart und den für die Arbeitnehmer verbundenen Unfall- und Gesundheitsgefahren erforderlich ist. Dabei ebenso von Belang sind die Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer und die Zusammensetzung der Arbeitnehmerschaft, genauso wie die Betriebsorganisation, also die Zahl und die Art der für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen.

Zudem hat der Arbeitgeber nicht nur dafür zu sorgen, dass die von ihm bestellten Betriebsärzte ihre Aufgaben erfüllen, sondern sie dabei ebenso zu unterstützen. Er muss den Betriebsärzten Hilfspersonal sowie Räume, Einrichtungen, Geräte und Mittel zur Verfügung stellen. Ferner hat er sie über die Personen in Kenntnis zu setzen, die mit einem befristeten Arbeitsvertrag beschäftigt oder ihm zur Arbeitsleistung überlassen sind.

Der Arbeitgeber hat den Betriebsärzten die erforderliche Fortbildung unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange zu ermöglichen. Ist der Betriebsarzt als Arbeitnehmer eingestellt, muss er während der Fortbildung bei gleichbleibender Lohnzahlung von der Arbeit freigestellt werden. Die Kosten der Fortbildung trägt der Arbeitgeber. Ist der Betriebsarzt nicht als Arbeitnehmer eingestellt, ist er während der Fortbildung von sämtlichen ihm übertragenen Aufgaben freizustellen.

§ 4 Anforderung an Betriebsärzte

Als Betriebsärzte dürfen nur Personen bestellt werden, die berechtigt sind, den ärztlichen Beruf auszuüben und über die erforderliche arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen.

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